08.05.17 16:08 Alter: 22 Tag(e)
Von: cw

Restaurierung hat begonnen

Seit Anfang Mai laufen die Arbeiten am Denkmal zum Gedenken an gefallene Hahler. Sie sollen bis Ende Mai abgeschlossen sein.


Baudenkmalpfleger Christian Kröger (Mitte) erläutert Werner Wesemann (r.) und Thomas Darlath (l.) von den Initiatoren der Denkmalrestaurierung in Hahlen den Fortgang der Arbeiten. Foto: C. Weber

Das Fundament und die Fugen des „Kriegerdenkmals“ in Hahlen sind jetzt freigelegt. Somit kann mit der Reinigung der Natursteine von Moos und anderen Verschmutzungen begonnen werden, die mittels einem schonenden Dampfverfahren erfolgen wird. Mit der Restaurierung beauftragt worden ist von der Stadt Minden der Staatlich geprüfte Baudenkmalpfleger Christian Kröger, Steinmetz- und Steinbildhauermeister aus Löhne.

Wie von dem Fachmann zu erfahren ist, wurde der obere Bereich des Denkmals zum Gedenken an gefallene Hahler von Birkentrieben gelockert. Und in der Sockelzone hat das Wurzelwerk der umliegenden Bäume die Festigkeit beeinträchtigt. Natursteine müssen seinen Worten zufolge nicht ersetzt werden. Das neue Verfugen wird laut Kröger dadurch erleichtert, dass beim Bau des Denkmals im Jahr 1921 die Steine mit großen Fugen gesetzt worden sind.

Feinere Steinmetzarbeiten erfordern hingegen die Schrifttafeln, auf denen die Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 aufgelistet sind. Wo möglich, wird die Substanz durch spezielle flüssige Mittel gefestigt. Die auf den alten Platten verwitterten Buchstaben werden nachgraviert oder neu eingearbeitet. Danach werden alle Letter schwarz eingefärbt.

Zur Erinnerung: Am Denkmal an der Straßenecke Königstraße/Dornbusch war seit Jahren ein Verfall zu beobachten. Das Bauwerk ist Eigentum der Stadt Minden, deren Kassenlage für die Restaurierung wenig Spielraum ließ. Die Stadt erklärte sich aber dazu bereit, eine Restaurierung in Auftrag zu geben, wenn 6.000 Euro der Kosten durch Spenden gedeckt sind. Der SPD-Ortsverein hatte im Frühjahr 2016 eine Spendeninitiative gestartet. Mit großem Erfolg: Insgesamt 52 Firmen, Vereine und Einzelpersonen haben etwas mehr als 8.700 Euro gespendet.  

Laut Ortsvorsteher Werner Wesemann decken die Spenden rund zwei Drittel der gesamten Baukosten ab, den Rest zahlt die Stadt. Da die Spenden nicht komplett für die Restaurierung aufgebraucht werden müssen, steht noch Geld für weitere Maßnahmen rund ums Hahler Denkmal zur Verfügung. Ein Teil davon ist zur Förderung eines Begleitprojektes für Schüler gedacht. Darüber hinaus erwägen Werner Wesemann, SPD-Kreistagsabgeordneter Thomas Darlath und Ortsheimatpfleger Hans-Eberhard Brandhorst, eine Beleuchtung fürs Denkmal installieren zu lassen.
   


 

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Tel. 0571-41337

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