20.03.17 15:28 Alter: 213 Tag(e)
Von: cw

Wenn der Pleitegeier überm Kuckucksheim kreist

Humorvoller Aufgalopp im Schwank „Piepen för däi Päre“ der Plattdeutschen Laienbühne Hahlen


Bei „Piepen för däi Päre“ der Plattdeutschen Laienbühne Hahlen brachten unter anderem (v. l.) Sebastian Neuhaus, Marc Philipp Rohlfing, Lisa Völkening, Frank Weber, Leonie Meyer und Hendrik Rohlfing Leben auf die Bühne. Foto: C. Weber

Wenn eine Dorfschänke zum „Kuckucksheim“ wird und der Gerichtsvollzieher einer der häufigsten Gäste ist, kann es kaum wundern, wenn der Pleitegeier über dem „Vogelschutzgebiet“ kreist. So die Ausgangslage im Schwank „Piepen för däi Päre“, dem aktuellen Stück der Plattdeutschen Laienbühne Hahlen.

Gut bekommen ist dabei dem Dreiakter von Jörg-Peter Hahn, dass er noch ein wenig auf die Eigenheiten des Kranzreiter-Dorfes Hahlen angepasst worden ist: Die Wirtsleute Sven (Marc Philipp Rohlfing) und Gabi (Kira Rohlfing) können allein von ihren beiden letzten Stammgästen – dem Finanzbeamten Hinnerk Kruse (Hendrik Steffen) und dem Gemeinderatsmitglied Jan Schrötke (Sebastian Neuhaus) – nicht leben. Um die Gaststätte vor dem Ruin zu retten, überlegen die Männer, wie sich der Tourismus ankurbeln lässt. Der Vorschlag, bei dem Quiz „Wer wird Millionär“ mitzumachen, war sofort hinfällig, da es an „hellen Köpfen“ fehlt. Und für eine Damen-Fußballmannschaft reichte es personell ebensowenig. Auch der Genuss von einigen „Klaren“, brachte keinen Weitblick, sondern eher Vernebelung.

Doch im „dunigen Koppe“ erhält der Gastwirt einen Anruf: Die Eheleute Fischer (Frank Weber und Cordula Kleine) wollen mit ihrer Tochter Claudia (Lisa Völkening) Reiterferien machen. Wirt Sven sagt großspurig zu, obwohl er für seine Reiterpension nur zwei pensionierte Pferde hat. Um den Gästen einen gutgehenden Ferienbetrieb vorzugaukeln, spielen die Wirtin Gabi und das Hausmädchen Vanessa (Leonie Meyer) Reitgäste, die schon früh morgens zu Pferde für den restlichen Tag verschwinden, während sich der Finanzbeamte Hinnerk zum Reitlehrer aufschwingt – denn beim Kranzreiten Pferdefänger gewesen zu sein, soll dafür wohl reichen.

Da Hinnerk dafür mit jedem Tag mehr seinen Staatsdienst zunehmend vernachlässigt und Hausmädchen Vanessa die Stellungswechsel „zwischen Kavallerie und Gulaschkanone“ – nämlich als angeblich reitender Pensionsgast den Fischers Ferienbetrieb vorzugaukeln, um dann schnellstens wieder in der Küche zu arbeiten – nicht mehr mitmachen will, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Illusion zerplatzt.

Denn mit Peer Wallner (Hendrik Rohlfing) kommt ein nicht eingeplanter weiterer Gast in die Dorfschänke. Was zunächst niemand weiß: Er hat aufgrund einer anonymen Anzeige den Auftrag erhalten, mal zu prüfen, was der krankgeschriebene Hinnerk Kruse so treibt, der sich vor einer „Kornkur“ sicher ist: „Man kann einen Beamten nicht umkrempeln“, um mit steigendem Alkoholpegel klarzustellen, dass er als Beamter eine Trinkeinladung annehmen würde,  als Mensch dagegen nicht.

Schließlich sorgt Wallner mit seinem neuen Herzblatt Claudia Fischer fürs Platzen der Seifenblase, das aber sowohl die Wirtsleute wie auch Hinnerk Kurse unbeschadet überstehen – denn der anfängliche Kuckuckskleber hat zwischenzeitlich wieder soviel genippt, dass er tatsächlich dienstunfähig ist…          

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